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Der Head of IT ist kein IT-Leiter

31. Oktober 2016 von Leif-Erik Wollenweber (Kommentare: 0)

ITler, das waren früher einmal die Jungs, die die PCs aufgestellt, die Telefonanlage verkabelt, bei Programmabstürzen geholfen und den Zugang ins Internet eingerichtet haben. Die gibt es noch, aber diese Zeiten sind vorbei.


Kaum ein Unternehmen, in denen IT nicht die maßgebliche Rolle spielt. Kaum ein Change-Projekt, in dem IT nicht die maßgebliche Rolle spielt. Interne Administration, Leistungsprozesse, Kundenschnittstellen, Just in Time-Lieferung, Enterprise Resource-Planning - moderne Unternehmen sind undenkbar ohne IT.  Entsprechend hoch sind die Budgets.


Das war gestern. Heute bereits starten Industrie 4.0, Machine2Machine-Kommunikation, Bots und Roboter erst richtig durch. Morgen vielleicht schon kommt die künstliche Intelligenz hinzu.

Wer aber regelt das alles?

Der klassische IT-Leiter sicher nicht. Das Technik-Know-how hat er (meist ist es ein "er"). Aber die betriebswirtschaftliche Seite? Das Management all der Projekte mit den funktionalen Abteilungen? Die strategische Bedeutung der IT? Die Leadership und Soft Skill-Kompetenz in internationalen cross-cultural-Matrix-Projekten?


Dafür braucht es Menschen, die die Schnittstellen von IT - Hardware wie Software-, Funktionalabteilungen und Unternehmensstrategie verstehen. Die gute Kommunikatoren, psychologische versierte Führungskräfte und strategisch-visionäre Denker sind. Also irgendetwas zwischen Bill Gates, Steve Jobs und Dieter Zetsche.


Die zu finden ist schwer. Zunächst sollten Unternehmen aber verstehen, dass sie eine Funktion, möglichst auf Vorstandsebene, brauchen, die diese Aufgaben wahrnimmt und über die nötigen Kompetenzen verfügt. So es dies noch nicht gibt, muss dies alsbald aufgebaut werden. Denn die Digitalisierung macht vor keiner Branche halt und wer angesichts der globalen Konkurrenz und der immer noch steigenden Dynamik der Märkte zu spät kommt, nun ja, ... 

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