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Von der Industrie 4.0 über die Arbeit 4.0 zum Personalmanagement 4.0

29. Januar 2017 von Leif-Erik Wollenweber (Kommentare: 0)

Industrie 4.0, Arbeit 4.0 und nun Personalentwicklung 4.0* - für viele sind dies nur hypige Buzzwords. Denken wir es aber einmal durch. Schließlich stehen wir erst am Anfang dieser vierten industriellen Revolution. Da kann noch viel kommen.

Betrachten wir die Anforderungen, die nicht mehr nur an Manager, sondern an die Spezialisten, Projektmitarbeiter, Fachleute und sogar Freelancer gestellt werden. Schon seit einigen Jahren wird da "unternehmerisches Denken und Handeln" verlangt.

In Folge gilt, je qualifizierter, autonomer und spezialisierter Mitarbeiter sind, über desto weniger Kompetenz verfügen Personalmanagement und -entwicklung, zu ermessen, welche Weiterbildungsanforderungen sie haben. Überflüssig wird das HR-Management damit nicht, aber die Rolle wandelt sich, denn sie werden zum Dienstleister für diese Mitarbeiter, nach deren Vorgaben die passenden Weiterbildungen zu organisieren.

Typisch für unternehmerische Mitarbeiter wird auch eine geringere Unternehmensbindung. Sie haben bessere Marktchancen, die Jobwechsel erleichtern, von einem Arbeitgeber zum anderen oder sogar in die Selbständigkeit - und wieder zurück. Mehr noch als das wird unternehmerisches Denken kaum nur auf den Arbeitsplatz beschränkt sein, sondern - vermutlich sogar zuvorderst - auf die eigene Entwicklung gerichtet sein.

Daran müssen sich deutsche Unternehmen freilich erst noch gewöhnen. Doch gerade der Blick gen Silicon Valley sollte den Paradigmenwechsel erleichtern, denn dort ist das "Mekka" der unternehmerischen Mitarbeiter, der "Sharing-Kultur", des Job-Hoppings, der revolutionären Managementmodelle und - gerade deshalb - der innovativsten Produkte. Die dynamischsten, wertvollsten und erfolgreichsten Unternehmen der letzten gut 20 Jahre, nahezu alle kommen von dort.

Wollen wir mithalten, müssen wir den Freiheitsgrad unserer fähigsten Mitarbeiter drastisch heraufsetzen. Die Personal-Selbst-Entwicklung ist da nur ein Mosaikstein, aber ein wichtiger. Sind Sie Unternehmer oder HR-Verantwortlicher? Dann identifizieren Sie Ihre wichtigsten Mitarbeiter und investieren Sie in sie, in dem sie Ihnen maximale Freiräume und Unterstützung geben.

Ihr Leif Erik Wollenweber

* So in der aktuellen Ausgabe Januar 2017 der Zeitschrift ManagerSeminare

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